Rückblick auf den Auftakt-Workshop der Landesgesundheitskonferenz (LGK)

Diskriminierung im Gesundheitswesen ist keine abstrakte Debatte, sondern Realität. Dies zeigen etliche Studien, die auch die schwerwiegenden Folgen für die Versorgungssicherheit und die Gesundheit der Betroffenen aufzeigen. Zudem ist die Belastung des Fachpersonals enorm. 

Um hier gegenzusteuern, hat die Landesgesundheitskonferenz (LGK) Berlin eine neue Arbeitsgruppe beschlossen. Am 24.03.2026 fand der Auftakt-Workshop statt. Unter der Moderation der Fachstelle Prävention und Gesundheitsförderung kamen 20 engagierte Akteur*innen aus der LGK, Praxis, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen, um eine klare Vision für Berlin zu entwerfen. 

Was sind die Ziele? 

Basierend auf der von der LGK abgestimmten Ideenskizze identifizierten die Teilnehmenden zwei zentrale Schwerpunkte für die Arbeit der nächsten zwei Jahre: 

  • Qualifizierung: Sensibilisierung und Wissen zu Antidiskriminierung sollen fester und verpflichtender Bestandteil von Ausbildung, Studium und Fortbildung aller Gesundheitsberufe werden. 
  • Beschwerde-Infrastruktur: Berlin braucht kompetente, vernetzte und transparente Strukturen, die auf Diskriminierungsbeschwerden professionell reagieren. 

Vom Plan zum Handeln 

In Kleingruppen wurden konkrete Themen-Cluster gebildet – von der Bestandsaufnahme bestehender Curricula bis hin zur Entwicklung von Qualitätsstandards für Beschwerdestellen. Die Motivation und auch die Dringlichkeit im Raum war deutlich spürbar. Bei der abschließenden Evaluation der Veranstaltung gaben die Teilnehmenden eine sehr hohe Zufriedenheit an und verließen den Workshop mit klaren nächsten Schritten. 

Wie geht es weiter? 

Mit dem Auftakt ist der Arbeitsprozess gestartet. Die Koordination und Moderation übernimmt künftig die Fachstelle „Gerecht:Behandelt – gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen“. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben sich auf einen gemeinsamen Arbeitsrahmen verständigt, treffen sich quartalsweise und arbeiten zwischen den Terminen kontinuierlich an den vereinbarten Themen und Clustern. 

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